Förderungen

Wir haben als Stiftung verschiedene Arbeitsweisen. Neben unseren operativen Programmen engagieren wir uns in Netzwerken und bei Projektpartnern. Diese Förderungen machen den kleineren Teil unserer Tätigkeit aus. Wir sind keine klassische Förderstiftung. Wir suchen unsere Projektpartner gezielt aus, um von und mit ihnen zu lernen. Wir bitten daher darum, uns keine Förderanträge zu schicken.

Hier sehen Sie unsere aktuellen Förderungen:

Klasse! Digital

Change­Writers

Forum Bildung und Digitali­sierung

Deutsches Lehrkräfte­forum

Bündnis Ökonomische Bildung

Klasse! Digital

Die Offenheit gegenüber Digitalisierungsprozessen ist sehr unterschiedlich. Das ist auch ganz normal. Daher ist es auch eins unserer Hauptziele, dass wir das ganze Kollegium mitnehmen.

Schulleiterin einer Grundschule, die an Baustein 1 teilnimmt

Digitale Schul­ent­wick­lung
in NRW

„Klasse!Digital“ unterstützt Schulen und Lehrkräfte aller Schulformen bei ihrer Weiterentwicklung im Schwerpunkt Digitalisierung, damit alle Schülerinnen und Schüler bestmöglich individuell gefördert werden können. Der Fokus liegt auf einer nachhaltigen Weiterentwicklung von Schule und Unterricht im Rahmen von Digitalisierung. Im Frühjahr 2021 konnten sich Schulen aus den drei Regierungsbezirken Arnsberg, Düsseldorf und Münster für die Teilnahme bewerben. 89 Schulen sind nun im Programm dabei.

Fotos: © RuhrFutur

Die Corona-Pandemie hat die Defizite hinsichtlich der Digitalität von Schulen in Deutschland offengelegt. Viele Bildungseinrichtungen waren kaum auf Online-Unterricht vorbereitet. Infrastruktur fehlte, ebenso wie pädagogische Konzepte und qualifiziertes Personal. Die digitale Transformation erfordert zudem ein grundlegendes Umdenken von Schulleitungen. Gehen Schulen den Prozess der Digitalisierung “noch” nicht mit, birgt das die Gefahr, dass bereits bestehende ungleiche Bildungschancen verschärft werden. Die digitale Kluft zwischen den Schulen wird größer und somit auch zwischen den Schülerinnen und Schülern. An dieser Stelle setzt Klasse!Digital an, um mehr Bildungsgerechtigkeit zu schaffen.

Das Programm „Klasse!Digital“ besteht aus vier Bausteinen. Baustein 1 und 3 richten sich an die Lenkungsgruppen. Es werden Schulen mit und ohne bisherige Steuergruppenqualifizierung bei ihrer individuellen digitalen Schul- und Unterrichtsentwicklung unterstützt. Baustein 2 richtet sich an alle Akteure an Schule. Sie können monatlich kostenlose Fortbildungsangebote wahrnehmen. Baustein 4 unterstützt weiterführende Schulen dabei, Study Halls einzurichten. Das sind innerschulische Lernorte für Schülerinnen und Schüler, um bedarfsorientiertes Lernen unabhängig von ihrer persönlichen Lebenssituation zu ermöglichen.

Klasse!Digital ist ein gemeinsames Programm des Ministeriums für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen, der Wübben Stiftung und von RuhrFutur.
Die größte Herausforderung der Schulen ist es, geeignete Strukturen und Bedingungen zu schaffen, um Schülerinnen und Schüler angemessen auf eine digitale Zukunft vorzubereiten.

Dr. Farina Nagel, Leitung Handlungsfeld Schule bei RuhrFutur

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ChangeWriters

Ich habe gelernt, Tagebuch zu schreiben und habe gelernt, meine Geschichte zu erzählen. Ich hatte früher kein leichtes Leben, doch es ist wichtig, darüber zu reden.

Schülerin (Programmheft 2020)

Ein Tagebuch für mehr Selbst­wert­gefühl

Das Tagebuch für Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen in ganz Deutschland bildet den Kern des 2014 gegründeten gemeinnützigen Vereins ChangeWriters e.V. Dabei begleiten geschulte Lehrkräfte die Jugendlichen beim autobiografischen Schreiben. Durch den Aufbau einer wertschätzenden und anerkennenden Beziehung zu einer Lehrkraft können sie ihre Stärken erkennen und es zeigen sich ihnen neue Lebensperspektiven auf.

Fotos: © ChangeWriters e.V.

Für eine positive Bildungsbiografie ist Beziehungsaufbau zwischen Lehrkräften und den Schülerinnen und Schülern unabdingbar. 2010 gelang es Jörg Knüfken, Geschäftsführer von ChangeWriters e.V., als Schulsozialarbeiter an einer Hauptschule im sozialen Brennpunkt ein vertrauensvolles Verhältnis zu Schülerinnen und Schülern aufzubauen, die als „unbeschulbar“ galten. Er schrieb mit ihnen Tagebuch – nach dem amerikanischen Vorbild der „Freedom Writers“. Die Jugendlichen fühlten sich ernstgenommen, entwickelten Selbstwertgefühl und hatten eine realistische Chance, ihre Benachteiligung zu überwinden. Die Methodik ermöglicht Beziehungsarbeit mit besonders schwierigen Schülerinnen und Schülern und ist daher ein wirksamer Ansatz, der insbesondere an Schulen im sozialen Brennpunkt hilfreich ist. Deshalb fördert die Wübben Stiftung den Verein.

Die ChangeWriters verfolgen vier aufeinander abgestimmte Bausteine: Pädagoginnen und Pädagogen erlernen in Praxisseminaren die Methoden der ChangeWriters und Übungen zur Reflexion. In der Umsetzung und den Einsatz im Klassenraum werden sie für 1,5 Jahre begleitet. Zusätzlich können Schülerinnen und Schüler an den Schulen direkt an Aktionstagen teilnehmen. Nach Abschluss wird eine Schule Teil des Netzwerks der ChangeWriters-Schulen. Zudem werden in verschiedenen Standortschulen die Methoden im gesamten Kollegium nachhaltig verankert. Ein Projekt, dass an Schulen Hilfe zur Selbsthilfe leistet.

ChangeWriters e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit 60 Mitgliedern. Er wird unteranderem von Aqtivator, der Schöpflin Stiftung und der Wübben Stiftung gefördert.
Also bei unserer Klasse hat sich jede Menge verändert, seit unsere Lehrerin dieses ChangeWriters-Projekt mit uns angefangen hat. Ich fühl mich in der Klasse viel, wie soll ich das sagen, offener und einfach viel wohler […].

Schülerin (Programmheft 2020)

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Portraitfoto von Daniela Zentner - Projektmanagerin

Daniela Zentner

Projektmanagerin

Forum Bildung und Digitalisierung

Als Forum Bildung Digitalisierung bündeln wir die Expertise von acht großen deutschen Stiftungen, um durch den Collective Impact systemische und nachhaltige Veränderungen im schulischen Bildungsbereich voranzutreiben und die Potenziale digitaler Bildung für mehr Chancengerechtigkeit und Teilhabe von Schülerinnen und Schülern nutzbar zu machen. Denn nur gemeinsam und mit der Kraft aller Akteure im System können wir die Herausforderungen der digitalen Transformation bewältigen.

Jacob Chammon, Vorstand des Forums Bildung Digitalisierung

Digitale Trans­formation des Bildungs­bereichs

Das Forum Bildung Digitalisierung setzt sich für systemische Veränderungen und eine nachhaltige digitale Transformation im Bildungsbereich ein. Im Zentrum seiner Arbeit stehen die Potenziale digitaler Medien für die Schul- und Unterrichtsentwicklung.

Fotos: © Phil Dera / Forum Bildung Digitalisierung

Die Wübben Stiftung setzt sich mit ihren Programmen für mehr Bildungsgerechtigkeit ein. Die digitale Transformation verändert heute und in Zukunft unsere Gesellschaft. Sie erfordert an vielen Stellen ein Umdenken. Wir möchten als Stiftung mit starken Partnern, wie dem Forum Bildung Digitalisierung, Digitalisierung im Bildungsbereich gestalten und dabei immer wieder das Thema Bildungsgerechtigkeit einbringen.

In Projekten, Publikationen und Veranstaltungen identifiziert das Forum Gelingensbedingungen für den digitalen Wandel an Schulen und navigiert durch die notwendigen Veränderungsprozesse. Dafür werden die entscheidenden Akteure im Bildungsbereich in den Austausch gebracht und der partnerschaftliche Dialog mit Schulleitungen und Lehrkräften, Schulträgern, Entscheiderinnen und Entscheidern in Politik und Verwaltung sowie Expertinnen und Experten aus Bildungsforschung und Zivilgesellschaft gesucht.

Das Forum Bildung Digitalisierung ist ein gemeinnütziger Verein, in dem sich derzeit mehrere große deutsche Stiftungen engagieren.

Wir brauchen einen echten System-Hack, wir müssen das System Schule neu aufsetzen.

Silke Müller, Schulleiterin, Waldschule Hatten

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Deutsches Lehrkräfteforum

Das Lehrkräfteforum muss man sich so vorstellen: alle coolen, engagierten und zukunftsorientierten Lehrerinnen und Lehrer versammeln sich an einem Ort und tauschen sich aus. Beste Voraussetzungen, um echte Veränderung in der Schule anzustoßen.

Caroline von St. Ange, Teilnehmerin beim Lehrkräfteforum

Förderung von Lehrkräften aller Schul­formen

Das Deutsche Lehrkräfteforum ist eine unabhängige Initiative für engagierte Lehrkräfte aller Schulformen. Ziel des Forums ist es, Lehrkräfte in ihrer Professionalität zu fördern, bundesweit stärker zu vernetzen und ihre Anliegen gegenüber der Politik und Öffentlichkeit zu positionieren. Die Teilnehmenden des Deutschen Lehrkräfteforums tragen die Beispiele und Ideen an ihre Schulen, um den Unterricht und die Schule vor Ort weiterzuentwickeln.

Fotos: © Martin Mangunia und Dominik Eisele/Deutsches Lehrkräfteforum

Die Programme der Wübben Stiftung richten sich in erster Linie an Schulleitungen und Lenkungsgruppen. Mit der Förderung des Deutschen Lehrkräfteforum möchte die Wübben Stiftung auch Lehrkräfte erreichen und Impulse für ihre Arbeit geben.

Herzstück des Deutschen Lehrkräfteforums ist die jeweils im Herbst stattfindende Jahresveranstaltung zu einem jährlich wechselnden, aktuellen Thema. Lehrkräfte aller Schulformen, Lehramtsstudierende, Referendarinnen und Referendare sowie Teach-First Fellows aus ganz Deutschland können sich in der Regel im Frühjahr für die Teilnahme bewerben. Eine Jury wählt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dann aus. Diese können sich zur Jahresveranstaltung mit ihren Schul- oder Unterrichtsprojekten um eine Förderung aus dem Projektfonds des Forums bewerben. 2021 zum Beispiel wurden drei Projekte mit jeweils 4.000 Euro Preisgeld gefördert.

Das Deutsche Lehrkräfteforum wird von mehreren großen deutschen Stiftungen getragen. Die Koordination des Lehrkräfteforums liegt beim Stifterverband für die deutsche Wissenschaft.
Am Deutschen Lehrerforum habe ich teilgenommen, weil ich mir Wissenszuwachs und Vernetzung mit anderen engagierten Lehrkräften erhofft habe. Meine Erwartungen wurden übertroffen! Der Mehrwert dieser Veranstaltung ist für mich enorm. Ich habe tolle Menschen und super Projekte auf einem sehr gut geplanten Forum für Lehrkräfte kennenlernen dürfen.

Simone Groß, Schule am Mommelsoll in Berlin,
Teilnehmerin im Jahr 2019

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Bündnis Ökonomische Bildung

Foto: © Jacek Ruta/bdvb
Wirtschaftskompetenz ist ein Teil der Allgemeinbildung, und sie ist ein Mittel für mehr soziale Mobilität – gerade für Kinder aus Familien mit niedrigem Bildungshintergrund. Deshalb gehört das Thema in die Schule.

Sven Schumann, Co-Vorsitzender des Bündnis für ökonomische Bildung

Mehr Wirtschafts­kompetenz in weiter­führenden Schulen

Das Bündnis für ökonomische Bildung setzt sich als gemeinnütziger Verein seit 2020 dafür ein, bundesweit ökonomische Bildungsinhalte in allen weiterführenden Schulen in den Unterricht fest zu verankern.

Logo des Bündnis ökonomische Bildung Deutschland (BÖB)

Ökonomische Bildung dient als Schlüssel zur Chancengerechtigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe. Mit grundlegenden Urteils-, Entscheidungs- und Handlungskompetenzen kann für alle Schülerinnen und Schüler ein selbstbestimmtes, mündiges Leben möglich sein.

Durch die Vernetzung der relevanten Akteure im Bereich der ökonomischen Bildung und eine bessere und fachbezogene Qualifizierung der Lehrkräfte soll Schülerinnen und Schülern eine praxisorientierte Auseinandersetzung mit wirtschaftlichen Themen ermöglicht werden.

Das Bündnis Ökonomische Bildung Deutschland ist eine von Lehrkräften, Verbänden, Wirtschaft und Wissenschaft ehrenamtlich getragene Initiative. Es besteht aus einem aktiven Netzwerk von mehr als 80 überwiegend institutionellen Mitgliedern.
Wenn Wirtschaftsbildung im Schulwesen verankert wird, wird das eine große Wirkung haben. Sie wird sich in der Gesamtbevölkerung verbreiten – egal welchen sozioökonomischen Hintergrund man hat.

Verena von Hugo, Co-Vorsitzende des Bündnisses für ökonomische Bildung

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Portraitfoto von Daniela Zentner - Projektmanagerin

Daniela Zentner

Projektmanagerin